Stadtjugendring Ingolstadt

Jugendpolitik

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Stadtjugendring zieht Halbzeit-Bilanz!

Bei der diesjährigen Frühjahrsvollversammlung am Dienstag, den 2.5.2017 um 19.30 Uhr im Saal der Fronte79 zieht der SJR Halbzeit-Bilanz seiner jugendpolitischen Forderungen zur Kommunalwahl 2014 und wird noch offene Forderungen erneuern und einige neue Forderungen  beschliessen.

Die Halbzeit-Bilanz und die weiteren Forderungen hier:

SJRIN.Vorlage.FVV2.5.17.Jugendpolitische Forderungen
SJRIN.Vorlage.FVV2.5.17.Jugendpolitische Forderungen.pdfPDF-Download (978.9 kB)

Herrn Oberbürgermeister Dr. Christian Lösel, Herrn Bürgermeister Albert Wittmann, Herrn Bürgermeister Sepp Mißlbeck, Damen und Herren des Stadtrats, Referentinnen und Referenten

 

Offener Brief

SJR fordert Rücknahme der geplanten Kürzungen in der Jugendarbeit

Bei seiner traditionellen Herbstklausur, die dieses Jahr im Benedektiner-Kloster Plankstetten stattfand, hat der SJR-Vorstand an den Themen, Arbeitsschwerpunkten und Angeboten der Kinder- und Jugendarbeit sowie am Haushaltsvoranschlag 2017 gearbeitet. Dabei haben wir uns auch nochmals intensiv mit den von der Stadt Ingolstadt geplanten Kürzungen im Bereich der Kinder- und Jugendarbeit beschäftigt.

Nach eingehender Diskussion wurde einstimmig beschlossen, vor allem in Hinblick auf die massiven zusätzlichen Steuermehreinnahmen der Stadt, die bisherige Zustimmung zu den geplanten Einsparungen im Bereich der Jugendarbeit, zurück zu ziehen.

Aktuell geplant ist die Einsparung von insgesamt drei VZ-Stellen (pädagogisches Personal) in Einrichtungen der offenen Jugendarbeit sowie die Kürzung des städtischen Zuschuss an den SJR um jeweils 60.000 € für die Jahre 2017 - 2019.

Gründe:

Mit der jetzt eingegangenen Steuer-Nachzahlung von 100 Mio. € haben sich die  finanziellen Voraussetzungen für solche Kürzungen aus Sicht des SJR grundlegend geändert. Der SJR-Vorstand sieht daher für diese Einsparungen in den Jahren 2017-2019 keine zwingende Notwendigkeit mehr.

Den geplanten Kürzungen stehen zudem auch die Aussagen von Oberbürgermeister Dr. Lösel (zuletzt in „Ingolstadt informiert“ vom 21.10.2016) entgegen, wonach es keine Streichlisten, keine Personalkürzungen und auch keinen Einstellungs-Stopp gibt und wonach alle berechtigten Anliegen der Bevölkerung erfüllt werden.

Für Ingolstadt, als dynamische  Großstadt mit starkem Wachstum und dem mit Abstand größten (und nach den Worten des Oberbürgermeisters weiter wachsenden) Kinder- und Jugendanteil (ca. 21000 bei den 0-18 jährigen, Stand Ende 2015) aller vergleichbaren bayerischen Großstädte und dabei der geringsten Ausstattung mit Einrichtungen und pädagogischem Personal in der Jugendarbeit (siehe Übersicht im Anhang), sind Einsparungen an dieser Stelle gerade jetzt kontraproduktiv.

Im Gegenteil brauchen wir logischerweise zukünftig mehr Angebote im Bereich der Kinder- und Jugendarbeit und nicht weniger –aus Sicht des SJR daher ein berechtigtes Anliegen von Kindern und Jugendlichen.

Wir bitten daher alle  Stadtratsmitglieder, die geplanten Kürzungen im Bereich der Jugendarbeit im Interesse der Ingolstädter Kinder und Jugendlichen nicht zu beschließen. Dabei ist es für uns von großer Bedeutung, daß dies nicht zu Lasten anderer Einrichtungen oder Angebote geht, sondern die Finanzierung aus den zusätzlichen Steuereinnahmen  erfolgt.

Außerdem fordert der Stadtjugendring die schnellstmögliche Besetzung der im JHA am 9.7.2015 bereits beschlossenen Stelle für die stadtweite Partizipation von Kindern und Jugendlichen, sowie die dringende Personalaufstockung im Jugendtrendsportzentrum neun. 

Alle Beschlüsse des Vorstands sowie die weiteren  jugendpolitischen Forderungen des SJR werden unter der Überschrift „Jugendarbeit in Zeiten knapper? Kassen – Jugendpolitischen Forderungen des SJR“ Gegenstand des inhaltlichen Teils der diesjährigen Herbstvollversammlung am

Dienstag, den 15.11.2016, um 19.30 Uhr, im Saal der Fronte79

sein, zu der wir schon jetzt recht herzlich einladen.

Für die SJR-Vorstandschaft und stellvertretend für 29 Ingolstädter Jugendorganisationen und die Einrichtungen der offenen Kinder- und Jugendarbeit

Annika Kupke (Pfadfinder Albigenser), Kathi Demmer, Tobias Spielmannleitner, Nicole Horst  (Evangelische Jugend), Heike Hemmeter (jdav), Klaus Meier (Sportjugend), Florian Heiss (freie Persönlichkeit)

 

Andreas Utz (BDKJ)

Vorsitzender des Stadtjugendrings Ingolstadt

Ingolstadt, den 24.10.2016

Der Stadtjugendring versteht sich satzungsgemäß als Lobbyist, Interessensvertretung  und Sprachrohr der Anliegen und Bedürfnisse von Ingolstädter Kindern, Jugendlichen und jungen Erwachsenen. Aus diesem Grund erarbeitet der Stadtjugendring fortlaufend und unter aktiver Beteiligung von jungen Menschen jugendpolitische Forderungen und bringt diese aktiv in die Kommunalpolitik ein. Ziel aller Forderungen ist es die Lebens- und Rahmenbedingungen junger Menschen in Ingolstadt zu verbessern. Neben der Beschlussfassung in den Stadtjugendring -Vollversammlungen erfolgt die Umsetzung durch die  Mitarbeit in entsprechenden städtischen Gremien wie dem Jugendhilfeausschuss oder der AG Jugendhilfeplanung , sowie durch regelmäßige jugendpolitische Aktionen wie z.B. JugendTrifftPolitik,  OB-Kandidaten-Hearings oder Jugendforen.